Piment

Piment
Piment

Piment, umgangssprachlich auch Nelkenpfeffer oder Neugewürz genannt, stammt aus der Familie der Myrtengewächse und wird hauptsächlich zur Herstellung ätherischer Öle verarbeitet. Zuweilen findet die getrocknete und gemahlene Frucht der Pimentblüte Verwendung in der Wurstherstellung sowie in der Weihnachtsbäckerei. Die karibische Küche nutzt neben den Früchten auch die frischen Blätter und ebenso das aromatische Holz, zum Beispiel, beim Räuchern oder Grillen. Das ätherisch würzige Aroma des Piment verleiht den Gerichten eine angenehme Schärfe und erzeugt so einen exotischen Geschmack.

Piment in der Naturheilkunde

In der Naturheilkunde ist das ätherische Öl, das aus den unreifen Früchten der Piment gewonnen wird, ein beliebtes Mittel gegen Appetitlosigkeit. Es wird als Bittermittel zur Magenstärkung eingesetzt. Abgekocht und zerdrückt in ein Tuch gewickelt und noch warm auf die Gelenke gelegt, soll es rheumatische Schmerzen lindern. Bei Entzündungen wirken die ätherischen Öle der Piment entzündungshemmend und antibakteriell. Daher auch gut in der Zahnheilkunde verwendbar zur Linderung von Wunden oder Zahnfleischbluten. Hauptbestandteil des Öls ist Eugenol, das auch in der Gewürznelke vorhanden ist, allerdings ist das aus der Piment gewonnene viel konzentrierter, dadurch schärfer und auch wirksamer.

Mittels Wasserdampf-Destillation wird das Pimentöl aus dem Samen gewonnen. Die einzelnen Bestandteile setzen sich aus Phenolen, sowie Sesquiterpenen und Oxiden zusammen. Das auch darin enthaltene Methyleugenol macht das ätherische Öl allerdings sehr haut- und schleimhautunverträglich und findet deshalb in der Kosmetik keine Anwendung mehr. Bei Tierversuchen entschlüsselte man sogar krebserregende Stoffe. Christoph Kolumbus entdeckte das Piment auf den Antillen und führte es in Europa ein. Bis heute ist Jamaika das Hautpanbaugebiet, deshalb nennt man Piment auch Jamaikapfeffer.