Katzenminze

Nepeta grandiflora - Katzenminze
Nepeta grandiflora - Katzenminze

Katzenminze ist eine Pflanzengattung der Familie der Lippenblütler. Es existieren circa 150 bis 250 Arten dieser Gattung. Der lateinische Name Nepeta wird hergeleitet von der alten Etruskerstadt Nepete. Die Katzenminze ist auch heute noch reichlich zu finden in der heutigen Stadt Nepi in der Toskana.

Katzenminze - Geschichte

Schon im Mittelalter wird in Kräuterbüchern über die Katzenminze berichtet, und über ihre Wirkung auf Katzen. Auch Hildegard von Bingen erwähnt die Nepeta als Heilpflanze unter anderem bei Halskrankheiten. 1760 wurde die Pflanze nachweislich eingeführt in England. Die Katzenminze gehörte zu den bevorzugten Pflanzen der Gärtnerin Gertrude Jekyll, die in ihren Schriften über ihre Methode der Blütezeitverlängerung der Pflanze berichtete. Schon vor dem zweiten Weltkrieg entstanden einige der Standartsorten, aber auch 2002 entstanden noch neue Sorten, die sogenannte „Cat-Serie".

Katzenminze - Beschreibung

Die Nepeta sind krautige Pflanzen, seltener Halbsträucher. Die Stängel sind kahl und die Farbe ähnlich der Laubfarbe. Die Blätter sind zwischen 1 und 15 cm lang, sie sind oftmals gekerbt, gezähnt oder gewellt. Sie können filigran bis sehr grob ausgeprägt sein. Die Größe, Farbe und Beschaffenheit des Blattes variiert und hängt vom Gebrauch von Wasser und Schatten ab. Die Blüten sind je nach Pflanze unterschiedlich aufgebaut. Bei einigen sind die Blüten gestielt. Die fünf Lippenblütler bilden den glockig-röhrigen Kelch. Die Blütenfarbe ist meist blau lila mit Variationen, aber auch weiße, rosa und gelbe Blüten sind zu finden. Die Hauptblütezeit ist von April bis September, auch eine Zweitblüte ist nach einem Rückschnitt möglich. Die Katzenminze erreicht eine Höhe von 0,2 bis 1,5 Meter hoch. Die Pflanzen sind oft reich an ätherischen Ölen. Die Blätter und Stängel sind mit Drüsenharren oder Drüsenschuppen besetzt, somit setzen die Pflanzen einen angenehmen aromatischen Duft frei.

Katzenminze - Inhaltsstoffe

Bei denen in der Katzenminze enthaltenen ätherischen Ölen handelt es sich unter anderen um Limonen, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Citral, Citronellol und Geraniol. Der für die Katzen unwiderstehliche Stoff ist Actinidin, das dem Baldrian ähnlich ist. Die Katze wälzt sich dann in der Katzenminze und frisst sie dann unter Umständen auf. Tee aus Katzenminze soll menstruationsfördernd, harntreibend, krampflösend und fiebersenkend. Auch gegen Brechreiz soll die Pflanze helfen.