Cayennepfeffer

Cayennepfeffer aus Chili Schoten
Cayennepfeffer aus Chili Schoten

Der originale Cayennepfeffer besteht aus gemahlenen Cayenne Chilischoten (lateinisch Capsicum frutescens) und ist nicht, wie von vielen Verbrauchern angenommen, eine exotische Pfeffersorte. Namensgeber des Cayennepfeffers ist die Hafenstadt Cayenne, auf den Teufelsinseln, in Französisch- Guayana. Erstmals brachten Ende des 15 Jahrhunderts Spanische Seefahrer diese scharfen Schoten aus Südamerika mit und gaben ihnen den Namen „spanischer Pfeffer".

Cayennepfeffer - Verwendung nicht nur in der Küche

Die ursprünglich in Südamerika beheimatete Pflanze wird heute hauptsächlich aus Afrika importiert. Die Schoten sind grün, rot oder gelb und haben nur ihre Schärfe um sich gegen Fressfeinde zu schützen. Die Früchte wachsen an einen bis zu 1 Meter hohen einjährige Sträucher, nur in den Tropen sind mehrjährige Pflanzen zu finden. Die holzigen Zweige tragen vereinzelt länglich- oval Blätter die gestielten Blüten sind schmutzig- weiß. Im Hochsommer werden die ca. 5 cm langen Früchte geerntet. Für den scharfen Geschmack ist das Capsaicin verantwortlich. Nicht nur zum Kochen wird Cayennepfeffer verwendet, eine immer größer werdende Bedeutung findet diese Schote in der medizinischen Verwendung. Die Scharfstoffe steigern die Durchblutung und eignen sich hervorragend zur Schmerztherapie. Die Wirksamkeit der Chilischoten ist als pflanzliches Schmerzmittel unumstritten.

Zur Zubereitung von Tinkturen, Salben, Cremes oder Pflaster (z.B. Wärmepflaster) werden reife, getrocknete Früchte, die kräftig in der Farbe und sehr scharf im Geschmack sind, verwendet. Sie werden äußerlich angewandt bei Rheuma, Muskelverhärtungen- oder Schmerzen, bei einem Hexenschuss, bei Muskelfaserrissen etc. Der Wirkstoff Capsaicum aus dem Cayennepfeffer bewirkt, dass die Schmerzsignale nicht mehr an die Nerven weiter geleitet werden und so kein Schmerz empfunden wird. Bereits nach drei bis fünf Minuten tritt eine Besserung des Befindens ein, da die Haut das Capsaicum schnell resorbiert.

Bekannte Nebenwirkungen von Cayennepfeffer sind Hautreizungen, die in geringer Form häufig auftreten. Es kann zu Hautrötungen, Brennen und Jucken führen. Wenn diese Symptome unangenehm werden, sollten die betroffenen Hautpartien mit kaltem Wasser abgewaschen werden. Vorsicht! Cayennepfeffer nicht in die Nähe der Augen kommen lassen! Es kann zur dauerhaften Schädigung des Auges kommen. Allergien können bei der Anwendung nicht ausgeschlossen werden. Bei Überdosierungen können zu Nervenschädigungen führen, darum fragen Sie vor der Behandlung Ihren behandelnden Arzt.