Brennessel

Brennnessel
Brennnessel

Die Brennessel (Urtica) gehört zur Familie der Brennesselgewächse (Urticaceae). Die krautigen Gewächse erreichen abhängig vom Standort eine Höhe von 10 bis 150 cm. Brennesseln sind ausgesprochene Pionierpflanzen, die neue Areale schnell erobern. Ihre Blütezeit liegt zwischen Juni bis Oktober. Die Brennessel ist als lästiges Unkraut bei Gärtnern denkbar unbeliebt.

Die Pflanze verbreitet sich sowohl durch Samen als auch über Wurzelausläufer. Intelligente Gärtner sehen auch die Eigenschaften der Brennessel als Zeigerpflanze. Sie wächst besonders gut auf lockeren und nährstoffreichen Böden mit hohem Stickstoffanteil. Jeder Gärtner darf sich glücklich schätzen, über solch einen Boden zu verfügen. Darüber hinaus lässt sich die Brennessel auch positiv im Garten verwenden. Aus den frischen Blättern kann man eine nahrhafte Brennesseljauche herstellen, die eine natürliche und stickstoffreiche Düngung ergibt.

Im Ökosystem erfüllt die Brennessel eine wichtige Rolle in der Nahrungskette von zahlreichen Schmetterlingsarten. Die beliebten Tagfalter legen ihre Eier auf der Pflanze ab. Daraus entwickeln sich die Raupen und später die fertigen Schmetterlinge. Bekannt und gefürchtet ist die Brennessel für ihren Abwehrmechanismus. Wenn man mit der Haut die Brennhaare berührt, die über die gesamte Oberfläche der Pflanze verteilt sind, brechen die Spitzen der Haare ab und die Haut bekommt eine Art Injektion mit Methansäure. Diese verursacht das typische Brennen.

In der Küche kommt die Brennessel als Spinatersatz zum Einsatz. Den besten Geschmack entfalten die ersten Triebe, die im Frühjahr zum Vorschein kommen. Sie verfügen über ein feinsäuerliches Aroma und können als Salat und Gemüse verwandt werden.

Die Brennessel in der Naturmedizin

Die Brennessel hat einen positiven Einfluss auf den Stoffwechsel. Als Bestandteil von Frühjahrskuren wirkt sie entschlackend und stärkend. Manche beschwören die Wirkung der Brennessel bei Haarausfall. Dazu wird eine Brennessel-Tinktur in die Kopfhaut einmassiert. Durch die entgiftende Wirkung verschafft sie auch bei Rheumatismus und Gicht eine gewisse Linderung.