Berberitze

Berberitze
Berberitze

Die Berberitze, auch unter den Namen Sauerdorn, Dreidorn, Buben- oder Geissenlaub und vielen weiteren bekannt, gehört zu den Heil- und Giftpflanzen. Die Hauptwirkstoffe des Strauchgewächses sind Berberin und Berbamin, zwei toxische Stoffe, denen gewisse Heilwirkungen zugeschrieben werden. Berberitzenwurzeln werden beispielsweise bei Störungen der Leberfunktion, Gallenleiden, Gelbsucht und Verdauungsstörungen zum Einsatz gebracht. Der Name geht zurück auf die Römer, die die Pflanze nach dem Land benannten, auf dem sie wuchs, dem Land der Berber.

Berberitze - Eigenschaften

Das Strauchgewächs ist vor allem in Wäldern und Gebirgen Europas und Asiens zu finden. Der Strauch ist in Deutschland kaum noch zu finden, da Berberitze als Träger des Rostpilzes gilt, der Rost auf Getreide verursacht. Der mit Blattdornen bewehrte Strauch erreicht eine Höhe von 1 bis 3 Metern und siedelt sich mit Vorliebe auf trockenen, sandigen Standorten. Im Frühling trägt die Berberitze leuchtend gelbe Blüten, aus denen sich im Spätsommer längliche, rote Früchte entwickeln.

Berberitze - Anwendung

Da Berberin und Berbamin Giftstoffe sind, können nur die roten Früchte, die frei von diesen Stoffen sind, als Gewürze verwendet werden. Sie sind reich an Vitamin C und eignen sich in der kalten Jahreszeit sehr gut als Vitaminspender. Auch bei der Behandlung von Erkältungen und Vitaminmangelerscheinungen lassen sie sich gut einsetzen. Bei Entzündungen im Blasen- und Nierenbereich, sowie der Gallenblase ist eine entzündungshemmende Wirkung zu verzeichnen.

Als Gewürze, getrocknet oder pulverisiert, werden sie vorrangig in orientalischen Ländern eingesetzt. Vor allem die persische Küche kennt viele Rezepte, in denen die Früchte verwendet werden können. Der säuerlich- herbe Geschmack wird vor allem zum Würzen von Reis genutzt, aber auch gern mit Fisch und Fleisch kombiniert. In der Europäischen Küche wird Berberitze traditionell vorrangig zu Mus, Marmelade, Gelee oder Saft verarbeitet. Die getrockneten Früchte eignen sich auch gut als vitaminreicher Snack für zwischendurch.

Bei der Verwendung sollte berücksichtigt werden, dass ein Übermaß an Berberitze Erbrechen, Übelkeit und sogar Rauschzustände und Atemlähmungen hervorrufen kann.