Beifuss

Artemisia vulgaris Beifuss
Artemisia vulgaris Beifuss

Beifuss wird zu der Kategorie Gewürze gezählt und wird unter anderem auch als Besenkraut bezeichnet. Beifuss wächst auf einer Staude, deren Wurzel aus einem mehrköpfigen Wurzelstock besteht. Der Wurzelstock ist ohne Ausläufer, kann bis zu einem Finger dick werden und hat die Farbe Hellbraun. Die Blütezeit findet im August statt und die Früchte haben eine Größe von 1,5 bis 2 mm.

Beifuss ist auf der ganzen Welt verbreitet und wird sogar als das älteste Gewürz der Welt bezeichnet. Interessant ist vielleicht auch, dass dieses Gewürz nach der Göttin Artemis benannt ist. Schon im Mittelalter und bei den Römern wurde Beifuss als ein Mittel gegen Frauenkrankheiten befürwortet.

Beifuss kann im eigenen Garten angebaut werden, da er winterhart ist, wird er jedes Wetter überstehen. Im Sommer sollte man jedoch darauf achten, dass der Beifuss in der Sonne oder im Halbschatten steht. Der Boden sollte trocken und kalkreich sein. Selbst in der Wohnung kann Beifuss gezogen werden, dazu eignen sich tiefe Töpfe am besten. Ernten kann man die Blüten im Juli und August. Nach der Ernte sollten die Rispen schnell getrocknet werden und dann in einem luftdichten Gefät aufbewahrt werden. So hält sich das Gewürz über lange Zeit, ohne seinen Eigengeschmack zu verlieren.

Mit Beifuss kann man Tee aufkochen oder aber auch Mahlzeiten würzen, er schmeckt sehr aromatisch und ist dabei ein wenig bitter. Der Beifuss passt zu allen Mahlzeiten, die besonders fett sind. Beifuss gilt auch in Fachkreisen als ein Fleischgewürz für Schwein, Hammel, Geflügel und sogar Fisch. Dieses Gewürz muss mitgekocht werden, es vertägt sich neben dem Fleisch und dem Fisch mit Zwiebeln, Knoblauch und Pfeffer. Möchte man den Beifuss nicht im Essen haben, kann man in auch in kleine Beutelchen stecken, die man nach dem Kochen wieder entfernt. Beifuss ist in vielen Restaurants und bei allen Sterne-Köchen ein absolutes Muss-Gewürz.