Gewürze

Zimt, ein edles Gewürz
Zimt, ein edles Gewürz

Der Holunder (Sambucus) gehört zur Familie der Moschuskrautgewächse und kommt weltweit in ca. 30 verschiedenen Arten vor. In unserer heimischen Region ist er mit 3 Arten vertreten, wovon der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) der bekannteste ist. Holunder wachsen bis auf wenige Ausnahmen als Halbsträucher und neigen zum Verholzen. Sie vertragen auch radikale Rückschnitte und treiben umso wuchsfreudiger wieder aus. Die Wuchshöhe variiert je nach Art zwischen einem und fünfzehn Metern.

Der Holunder ist von Frühjahr bis Herbst belaubt und blüht im Sommer mit zahlreichen weißen Blütendolden. Daraus entwickeln sich viele kleine, kugelrunde Beeren, die in ihrer Farbgebung zwischen schwarz, blau oder rot schwanken können. Die Früchte erfreuen sich bei Vögeln großer Beliebtheit. Durch den Vogelkot werden die Samen verteilt. Auffallend häufig wächst der Holunder in der Nähe menschlicher Behausungen. Diese Nähe spiegelt sich in den zahlreichen volkstümlichen Begriffen für den Holunder wieder. Je nach Region wird er auch als Fliederbeere oder Holler bezeichnet. Er fand sogar Eingang in die Mythologie und gilt dort als Sitz von "Frau Holle".

Der Holunder als Nutzpflanze

Die rohen Beeren des Holunder sind für den menschlichen Verzehr nicht geeignet. Sie enthalten ein Gift das zu Übelkeit und Erbrechen führt. Dieses Gift lässt sich durch Kochen vollständig beseitigen. Aus dem Saft der Holunderbeere lässt sich ein äußerst schmackhafter Gelee herstellen. Der gekochte Saft lässt sich in sterile Flaschen abfüllen und ist bei kühler Lagerung bis zu einem Jahr haltbar. Dazu sind keine Konservierungsstoffe erforderlich.

Der Holundersaft enthält viel Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe und gilt als altes Hausmittel gegen Erkältungen. Frische Holunder-Blüten eignen sich zur Herstellung von Holunderblüten-Sekt. Um die positiven Eigenschaften des Holunder noch zu verstärken, wurden aus der Wildpflanze gezielt besondere Züchtungen entwickelt. Die Holunder-Sorte "Haschberg" glänzt durch besonders große schwarze Früchte, die zum selben Zeitpunkt ihre Reife erlangen